ZugänglichkeitBarrierefreiheit
Wir wollen digitale Inhalte und Feldlernen so zugänglich wie möglich gestalten. Zugänglichkeit bedeutet dabei auch, Grenzen eines Lernortes offen zu benennen.
Digitale Website
Die Seiten sind mit Tastatur bedienbar, haben Sprunglinks, sichtbare Fokuszustände, semantische Überschriften, Textalternativen und eine reduzierte Bewegungseinstellung. Inhalte und Formulare funktionieren ohne automatisch geladene Drittanbieter.
Bekannte Einschränkungen
- Die filmische Startseite nutzt Bildwechsel beim Scrollen. Bei aktivierter Einstellung „Bewegung reduzieren“ werden Übergänge praktisch sofort ausgeführt; alle Informationen sind zusätzlich über normale Seiten erreichbar.
- Einzelne Fachbegriffe sind noch nicht in Leichter Sprache erläutert.
- Nicht jeder externe Lernort ist stufenlos erreichbar.
Barrierearme Feldteilnahme
Vor jeder Buchung beschreiben wir Weglänge, Untergrund, Steigungen, Sitzmöglichkeiten, Toiletten und Rückzugsorte. Wo ein Standort nicht zugänglich ist, suchen wir eine gleichwertige Beobachtungsaufgabe oder einen alternativen Termin. Assistenzpersonen nehmen kostenfrei teil.
Rückmeldung
Wenn du eine Barriere findest oder ein Format brauchst, schreibe an zugang@auen-akademie.de oder rufe +49 340 555 18 20 an. Wir antworten innerhalb von fünf Werktagen.
Durchsetzungsverfahren
Wenn du mit unserer Antwort nicht zufrieden bist, kannst du dich an die Landesfachstelle für Barrierefreiheit Sachsen-Anhalt wenden. Vor einer Veröffentlichung wird diese Angabe mit dem tatsächlichen Träger und den geltenden gesetzlichen Anforderungen abgeglichen.
Erklärung erstellt am 5. Oktober 2026; nächste Prüfung April 2027.
Ausführlicher Leitfaden
Digitale und praktische Barrierefreiheit
Die folgenden Kapitel erklären Zusammenhang, Anwendung, Grenzen und Transfer. Sie ergänzen die kompakten Angaben oben um einen vollständigen Arbeitsweg.
Vertiefung 01Tastatur
Der Schwerpunkt „Tastatur“ gehört zum Kern von barrierearme Website und Feldteilnahme. Ein Fall aus dem Gelände – ein Uferweg – zeigt, warum der erste Eindruck nur als Ausgangspunkt taugt. Für Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen ist entscheidend, Beobachtung und Schlussfolgerung auseinanderzuhalten. So wird es möglich, Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen, ohne offene Fragen hinter einer sicheren Formulierung zu verstecken.
Im ersten Durchgang zu „Tastatur“ arbeitet jede Person allein. Danach gilt als gemeinsames Vorgehen: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. Erst beim Vergleich werden Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung zusammengeführt. Jedes Element erhält eine klare Funktion: Es stützt eine Aussage, widerspricht ihr oder markiert eine Lücke. Material ohne Aufgabe bleibt aus dem Abschlussprotokoll heraus.
Die Qualitätskontrolle für „Tastatur“ beginnt mit dem Risiko, dass ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Die Gruppe sucht deshalb bewusst nach einer Gegenbeobachtung und hält fest, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Der letzte Satz benennt nicht nur ein Ergebnis, sondern auch den nächsten sinnvollen Prüfschritt. Dadurch bleibt die Arbeit korrigierbar und dennoch handlungsfähig.
Vertiefung 02Lesereihenfolge
Wer sich mit „Lesereihenfolge“ beschäftigt, muss zunächst den Auftrag klären. Bei eine Stehphase kann dieselbe Beobachtung je nach Frage eine andere Bedeutung erhalten. Im Rahmen von barrierearme Website und Feldteilnahme wird deshalb vorab notiert, welche Entscheidung vorbereitet werden soll. Diese Eingrenzung hilft Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen, Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen, statt wahllos möglichst viele Informationen anzuhäufen.
Für die praktische Erprobung von „Lesereihenfolge“ wird ein Vergleich eingeplant: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. Dokumentiert werden Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung. Wichtig ist nicht die Menge, sondern die Wiederholbarkeit. Eine zweite Person soll erkennen können, wann, wo und mit welchem Verfahren der Befund entstanden ist und welche Bedingungen den Vergleich einschränken.
Bei der Auswertung von „Lesereihenfolge“ wird jede starke Aussage mit einer Kontrollfrage verbunden. Besonders kritisch ist der Moment, in dem ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Dann wird geprüft, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Eine fachlich gute Antwort kann eindeutig, bedingt oder offen sein. Entscheidend ist, dass die gewählte Form zum vorhandenen Beleg passt.
Vertiefung 03Bewegung
„Bewegung“ wird belastbar, wenn Begriff, Maßstab und Ort zusammenpassen. Das Beispiel ein Bildwechsel verändert sich mit Jahreszeit, Nutzung und Beobachtungsweg. Für Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen bedeutet das: Erst den räumlichen und zeitlichen Bezug angeben, danach deuten. Innerhalb von barrierearme Website und Feldteilnahme unterstützt dieser Ablauf das Ziel, Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen.
Die Feldübung zu „Bewegung“ besteht aus zwei Runden. Zunächst heißt es: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. In der zweiten Runde werden Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung an einem abweichenden Ort erneut eingesetzt. Unterschiede zeigen, ob die Methode trägt oder nur zufällig zum ersten Beispiel passte. Genau dieser Vergleich macht aus einer Einzelbeobachtung eine lernbare Vorgehensweise.
Für den Transfer von „Bewegung“ wird ein häufiger Kurzschluss ausdrücklich notiert: ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Die Teilnehmenden formulieren anschließend, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Zu Hause oder im Betrieb folgt eine Wiederholung mit demselben Protokoll. Erst diese Wiederholung zeigt, ob die Methode verstanden wurde und unter anderen Bedingungen anwendbar bleibt.
Vertiefung 04Alternativtexte
Das Kapitel „Alternativtexte“ verbindet individuelle Wahrnehmung mit gemeinsamer Verantwortung. An Windgeräusch sehen zwei Menschen selten exakt dasselbe, weil Weg, Erfahrung und Aufmerksamkeit verschieden sind. Für Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen wird dieser Unterschied produktiv, wenn das gemeinsame Ziel lautet, Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen. Ein früher Konsens wäre weniger hilfreich als zwei sauber getrennte Beobachtungen.
Die Arbeitsregel für „Alternativtexte“ lautet: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. Danach ordnet die Gruppe Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung in Übereinstimmung, Widerspruch und fehlende Information. Diese drei Kategorien verhindern, dass eine dominante Stimme Unsicherheit in Gewissheit verwandelt. Gleichzeitig wird sichtbar, an welcher Stelle zusätzliche Zeit oder ein anderes Werkzeug wirklich weiterhilft.
Eine schwache Bearbeitung von „Alternativtexte“ erkennt man daran, dass ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Die Abschlussnotiz muss daher erklären, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Sie nennt außerdem eine Person, einen Zeitpunkt und ein Verfahren für die Nachprüfung. So bleibt Verantwortung nicht abstrakt, sondern wird zu einem konkreten nächsten Arbeitsauftrag.
Vertiefung 05Kontrast
Bei „Kontrast“ lohnt sich eine langsame erste Minute. Der Fall eine Pause wird zunächst ohne Bewertung beschrieben: Lage, Form, Verhältnis und sichtbare Veränderung. Erst danach kommt Fachsprache hinzu. Dieses Vorgehen ist für Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen nützlich, weil Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen. Es verhindert, dass ein bekannter Begriff die weitere Wahrnehmung vorschnell verengt.
Im methodischen Teil zu „Kontrast“ wird die Beobachtung wiederholbar gemacht. Dazu gehört: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. Als Mindestbeleg gelten Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung. Jede Angabe wird so formuliert, dass ihr Ursprung erkennbar bleibt. Ein Wert ohne Einheit, ein Foto ohne Blickrichtung oder ein Satz ohne Zeitraum wird vor der Auswertung ergänzt.
Die Grenze der Methode „Kontrast“ ist erreicht, sobald ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Dann wird nicht weiter geraten. Stattdessen klärt die Gruppe, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Diese Unterbrechung ist kein Scheitern, sondern ein Qualitätsmerkmal. Sie schützt vor Entscheidungen, die genauer wirken, als es die vorhandenen Daten erlauben.
Vertiefung 06Formulare
„Formulare“ erhält seinen Wert erst durch den Bezug zur späteren Praxis. Das Beispiel ein Uferweg wird deshalb nicht als isolierte Übung behandelt. Die Teilnehmenden überlegen, wo eine vergleichbare Situation in ihrem Arbeitsfeld vorkommt. Für Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen entsteht daraus ein realistischer Weg, Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen, ohne den Lernort eins zu eins kopieren zu müssen.
Als Transferaufgabe für „Formulare“ wird das Verfahren in vereinfachter Form wiederholt: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. Mitgeführt werden Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung. Danach folgt eine kurze Selbstprüfung: Was war direkt sichtbar, was wurde abgeleitet und was blieb unbekannt? Diese Trennung macht Rückfragen leichter und reduziert Missverständnisse zwischen verschiedenen Rollen.
Zum Abschluss von „Formulare“ wird das zentrale Risiko gespiegelt: ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Daraus entsteht eine konkrete Vereinbarung darüber, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Die Vereinbarung enthält einen Termin für die Überprüfung und ein Kriterium, das eine Änderung auslöst. Auf diese Weise wird Lernen mit einer verantwortbaren Entscheidung verbunden.
Vertiefung 07Wege
Der Schwerpunkt „Wege“ gehört zum Kern von barrierearme Website und Feldteilnahme. Ein Fall aus dem Gelände – eine Stehphase – zeigt, warum der erste Eindruck nur als Ausgangspunkt taugt. Für Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen ist entscheidend, Beobachtung und Schlussfolgerung auseinanderzuhalten. So wird es möglich, Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen, ohne offene Fragen hinter einer sicheren Formulierung zu verstecken.
Im ersten Durchgang zu „Wege“ arbeitet jede Person allein. Danach gilt als gemeinsames Vorgehen: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. Erst beim Vergleich werden Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung zusammengeführt. Jedes Element erhält eine klare Funktion: Es stützt eine Aussage, widerspricht ihr oder markiert eine Lücke. Material ohne Aufgabe bleibt aus dem Abschlussprotokoll heraus.
Die Qualitätskontrolle für „Wege“ beginnt mit dem Risiko, dass ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Die Gruppe sucht deshalb bewusst nach einer Gegenbeobachtung und hält fest, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Der letzte Satz benennt nicht nur ein Ergebnis, sondern auch den nächsten sinnvollen Prüfschritt. Dadurch bleibt die Arbeit korrigierbar und dennoch handlungsfähig.
Vertiefung 08Rückzugsorte
Wer sich mit „Rückzugsorte“ beschäftigt, muss zunächst den Auftrag klären. Bei ein Bildwechsel kann dieselbe Beobachtung je nach Frage eine andere Bedeutung erhalten. Im Rahmen von barrierearme Website und Feldteilnahme wird deshalb vorab notiert, welche Entscheidung vorbereitet werden soll. Diese Eingrenzung hilft Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen, Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen, statt wahllos möglichst viele Informationen anzuhäufen.
Für die praktische Erprobung von „Rückzugsorte“ wird ein Vergleich eingeplant: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. Dokumentiert werden Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung. Wichtig ist nicht die Menge, sondern die Wiederholbarkeit. Eine zweite Person soll erkennen können, wann, wo und mit welchem Verfahren der Befund entstanden ist und welche Bedingungen den Vergleich einschränken.
Bei der Auswertung von „Rückzugsorte“ wird jede starke Aussage mit einer Kontrollfrage verbunden. Besonders kritisch ist der Moment, in dem ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Dann wird geprüft, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Eine fachlich gute Antwort kann eindeutig, bedingt oder offen sein. Entscheidend ist, dass die gewählte Form zum vorhandenen Beleg passt.
Vertiefung 09Assistenz
„Assistenz“ wird belastbar, wenn Begriff, Maßstab und Ort zusammenpassen. Das Beispiel Windgeräusch verändert sich mit Jahreszeit, Nutzung und Beobachtungsweg. Für Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen bedeutet das: Erst den räumlichen und zeitlichen Bezug angeben, danach deuten. Innerhalb von barrierearme Website und Feldteilnahme unterstützt dieser Ablauf das Ziel, Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen.
Die Feldübung zu „Assistenz“ besteht aus zwei Runden. Zunächst heißt es: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. In der zweiten Runde werden Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung an einem abweichenden Ort erneut eingesetzt. Unterschiede zeigen, ob die Methode trägt oder nur zufällig zum ersten Beispiel passte. Genau dieser Vergleich macht aus einer Einzelbeobachtung eine lernbare Vorgehensweise.
Für den Transfer von „Assistenz“ wird ein häufiger Kurzschluss ausdrücklich notiert: ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Die Teilnehmenden formulieren anschließend, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Zu Hause oder im Betrieb folgt eine Wiederholung mit demselben Protokoll. Erst diese Wiederholung zeigt, ob die Methode verstanden wurde und unter anderen Bedingungen anwendbar bleibt.
Vertiefung 10Alternativaufgaben
Das Kapitel „Alternativaufgaben“ verbindet individuelle Wahrnehmung mit gemeinsamer Verantwortung. An eine Pause sehen zwei Menschen selten exakt dasselbe, weil Weg, Erfahrung und Aufmerksamkeit verschieden sind. Für Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen wird dieser Unterschied produktiv, wenn das gemeinsame Ziel lautet, Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen. Ein früher Konsens wäre weniger hilfreich als zwei sauber getrennte Beobachtungen.
Die Arbeitsregel für „Alternativaufgaben“ lautet: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. Danach ordnet die Gruppe Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung in Übereinstimmung, Widerspruch und fehlende Information. Diese drei Kategorien verhindern, dass eine dominante Stimme Unsicherheit in Gewissheit verwandelt. Gleichzeitig wird sichtbar, an welcher Stelle zusätzliche Zeit oder ein anderes Werkzeug wirklich weiterhilft.
Eine schwache Bearbeitung von „Alternativaufgaben“ erkennt man daran, dass ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Die Abschlussnotiz muss daher erklären, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Sie nennt außerdem eine Person, einen Zeitpunkt und ein Verfahren für die Nachprüfung. So bleibt Verantwortung nicht abstrakt, sondern wird zu einem konkreten nächsten Arbeitsauftrag.
Vertiefung 11Meldung
Bei „Meldung“ lohnt sich eine langsame erste Minute. Der Fall ein Uferweg wird zunächst ohne Bewertung beschrieben: Lage, Form, Verhältnis und sichtbare Veränderung. Erst danach kommt Fachsprache hinzu. Dieses Vorgehen ist für Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen nützlich, weil Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen. Es verhindert, dass ein bekannter Begriff die weitere Wahrnehmung vorschnell verengt.
Im methodischen Teil zu „Meldung“ wird die Beobachtung wiederholbar gemacht. Dazu gehört: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. Als Mindestbeleg gelten Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung. Jede Angabe wird so formuliert, dass ihr Ursprung erkennbar bleibt. Ein Wert ohne Einheit, ein Foto ohne Blickrichtung oder ein Satz ohne Zeitraum wird vor der Auswertung ergänzt.
Die Grenze der Methode „Meldung“ ist erreicht, sobald ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Dann wird nicht weiter geraten. Stattdessen klärt die Gruppe, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Diese Unterbrechung ist kein Scheitern, sondern ein Qualitätsmerkmal. Sie schützt vor Entscheidungen, die genauer wirken, als es die vorhandenen Daten erlauben.
Vertiefung 12Regelprüfung
„Regelprüfung“ erhält seinen Wert erst durch den Bezug zur späteren Praxis. Das Beispiel eine Stehphase wird deshalb nicht als isolierte Übung behandelt. Die Teilnehmenden überlegen, wo eine vergleichbare Situation in ihrem Arbeitsfeld vorkommt. Für Menschen mit dauerhaften oder zeitweisen Zugangsbedarfen entsteht daraus ein realistischer Weg, Hindernisse früh zu benennen und gleichwertige Teilnahme zu planen, ohne den Lernort eins zu eins kopieren zu müssen.
Als Transferaufgabe für „Regelprüfung“ wird das Verfahren in vereinfachter Form wiederholt: Strecke, Untergrund, Sitzorte und Alternativen vorab dokumentieren. Mitgeführt werden Zugangsblatt, Tastaturtest, Kontrastprüfung und Rückmeldung. Danach folgt eine kurze Selbstprüfung: Was war direkt sichtbar, was wurde abgeleitet und was blieb unbekannt? Diese Trennung macht Rückfragen leichter und reduziert Missverständnisse zwischen verschiedenen Rollen.
Zum Abschluss von „Regelprüfung“ wird das zentrale Risiko gespiegelt: ein pauschales barrierefrei reale Hindernisse verdeckt. Daraus entsteht eine konkrete Vereinbarung darüber, welche Anpassung oder Alternative Gleichwertigkeit schafft. Die Vereinbarung enthält einen Termin für die Überprüfung und ein Kriterium, das eine Änderung auslöst. Auf diese Weise wird Lernen mit einer verantwortbaren Entscheidung verbunden.